Wie alles begann...

Geschichte des Ortes und der Kirche

Horrheim wurde 771 ohne Namensform genannt, im Jahre 784 "Horoheim" (hor = Sumpf.

Im 8. und 9. Jahrhundert erhielt das Kloster Lorsch Besitz. Das Domstift Speyer, bereits 1178 in Horrheim begütert, unterhielt hier später eine Pflege. Von 1178 bis 1287 ist Ortsadel bezeugt; vielleicht gehörte diesen Ministerialen der Grafen von Vaihingen der um 1190 genannte Minnesänger Bernger von Horrheim an. Das Dorf kam 1356 von den Grafen von Vaihingen an Württemberg. Horrheim wird im 14. Jahrhundert (zuerst 1356, zuletzt 1393) als Stadt bezeichnet. Die Stadtgründer dürften wohl die Grafen von Vaihingen gewesen sein.

Die Pfarrkirche gelangte um 1200 an den Marienaltar in Speyer und wurde 1363 der dortigen Domkirche inkorporiert.

Geschichte des Baues

Romanischer Chorturm des 13. Jahrhunderts mit spätgotischer Dreiseitenerweiterung, Kreuzgewölbe um 1500.

Bauherr war der Bischof von Speyer.

Aus späterer Zeit Veränderungen, vor allem 1596/1600 mit Erweiterung des Schiffes nach Süden und Abbruch einer gotischen Kapelle an der Nordseite. Aus dieser Zeit stammt auch das sehenswerte Kruzifix und der Altar. Weitere Änderungen 1619/26 durch Vischlin, 1625 achteckiger Turmaufsatz.

Lage, Maße und rundbogige Form der Wandmalerei im Chor geben Kenntnis über das Aussehen der Kirche um 1300: quadratischer Turmchor mit niedrig angesetztem romanischem Kreuzrippengewölbe, dem sich ein kurzes, schmales Schiff anschloss.